Abschiedshaus „Memento Mori“

Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten, die wir Ihnen mit unserem Abschiedshaus bieten können!

„Der Trauer mehr Raum geben”

Ihre „Memento Mori“ Vorteile:

  • Zeit und Raum für die unwiederbringlichen Tage bis zum Begräbnis
  • Geborgenheit und Wärme in einem geschützten Aufbahrungsraum mit heller, freundlicher  und vor allem persönlicher Atmosphäre
  • Individueller Rückzugsraum nur für Sie und die Menschen, die Sie zum Abschiednehmen einladen
  • Besucher zu jeder Zeit mittels persönlicher Schlüsselkarte
  • Möglichkeit eines selbst gestalteten Abschlusses mit eigener Aktivität zum Ende der  Abschiedsphase
  • Persönlich gestaltete Trauerfeier im "Memento Mori" Abschiedshaus
  • Beratung und Betreuung durch erfahrene Trauerbegleiter

Lassen Sie sich den für die Trauerbewältigung so wichtigen persönlichen Abschied nicht nehmen!

„Der Abschied ist die Geburt der Erinnerung”

Was in früheren Zeiten selbstverständlich war - das Sterben und Trauern innerhalb der Familie - ist heute eine Seltenheit geworden. Hausaufbahrungen und die damit verbundenen Totenwachen finden nicht mehr statt. Der behördliche Friedhofzwang hat dazu geführt, dass Verstorbene so schnell wie möglich aus dem Haus gebracht oder vom Krankenhaus abgeholt werden. Für einen Abschied im besten Sinne des Wortes wäre zwar Zeit vorhanden, doch sie wird nicht genutzt.

„Hier herrscht Atmosphäre: helle Räume und schlichte Dekoration.”

Das „Memento Mori“ Abschiedshaus lässt die alte Tradition des ritualisierten Abschieds vom Verstorbenen wieder aufleben, es gibt Zeit und Raum dafür und ermöglicht so den Einstieg in die Trauerbewältigung.

„Ich habe mich immer geweigert, einen Toten zu sehen. Hier habe ich es als positiv empfunden.”

Sie haben die Möglichkeit, selbst bei den Tätigkeiten für die Aufbahrung dabei zu sein. Damit können Sie Ihrem Angehörigen einen sehr persönlichen Dienst erweisen.

„Diese Räume sind ein Segen.”

Das „Memento Mori“ Abschiedshaus steht Ihnen Tag und Nacht zur Verfügung. Sie erhalten eine persönliche Schlüsselkarte, mit der Sie das Haus jederzeit betreten können.
Bei Ihrem ersten Besuch erklären wir Ihnen ausführlich die Möglichkeiten, die Ihnen das "Memento Mori" Abschiedshaus bietet.

 
poelling sLiebe Angehörige,

der Tod gehört zum  Leben. Jede Kultur des Menschen ist deshalb immer auch Erinnerungs-, Bestattungs- und Trauerkultur. Ein würdiger , persönlicher Abschied von einem Verstorbenen ist darum ein wichtiger erster Abschluss in der Trauer.

Unsere Familie arbeitet seit 1870 inzwischen in der vierten Generation daran, Hinterbliebenen Hilfestellung für den Umgang mit der Trauer zu geben und den Verstorbenen einen würdigen Abschied zu gestalten. Dabei stellen wir immer wieder fest, dass die unwiederbringliche Zeit zwischen Tod und Begräbnis nicht gebührend genutzt wird. Gedanklich angefüllt mit organisatorischen Dingen wird ein Abschied nach gutem Brauchtum unbewusst verdrängt.

Wir möchten Ihnen mit dem "Memento Mori" Abschiedshaus Zeit und Raum geben für Ihre Trauer, für Ihren ganz persönlichen Abschied von Ihren Lieben. Damit gehen Sie einen wichtigen ersten Schritt auf dem Weg der Trauerbewältigung, bei dem wir Sie gern begleiten.
Ihre

unterschrift-poelling xs

Wilhelm und Mechthild Pölling

 

Wir helfen Ihnen gern.

„Keine Glasscheibe - das ist besser als in der  Leichenhalle.”

Im „Memento Mori“ Abschiedshaus gibt es vier helle, freundliche Abschiedsräume. In einem davon wird Ihr Angehöriger im offenen Sarg aufgebahrt. Dieser Raum steht Ihnen nun bis zur Trauerfeier zur Verfügung. Ihre Familie, Freunde und alle Menschen, die Sie dazu einladen, können ungestört  in direktem Kontakt vom Verstorbenen Abschied nehmen. Trennende Glasscheiben gibt es dabei nicht. Gerne spielen wir von Ihnen gewählte Musik ein. Sie finden auch Bücher vor, die Sie für Ihre eigenen Gedanken nutzen können oder Sie halten eine stille Meditation.

„Ich fühle mich nach diesen Handlungen des Abschlusses sehr wohl.”

Am Ende dieser sehr persönlich gestalteten Abschiedsphase haben Sie die Möglichkeit, mit unserer Unterstützung ein eigenes Abschlussritual zu vollziehen. Geben Sie Ihrem toten Angehörigen ein letztes Wort oder einen Gegenstand mit auf den Weg, legen Sie mit der Unterstützung Ihrer Familie oder mit uns das Sargoberteil auf und verschrauben Sie es. Wir wissen, dass das eine schwere Handlung für Sie ist. Sie werden aber merken, dass Sie nun eher bereit  sind loszulassen, denn Sie haben die unwiederbringliche Zeit für den Abschied bestens genutzt.

Auch die Trauerfeier kann im "Memento Mori" Abschiedshaus gestaltet werden. Gern sind wir Ihnen bei der Planung und Durchführung behilflich, und zwar ganz unabhängig von der religiösen Ausrichtung.

„Sie haben meine Großmutter so gut betreut. Meinen Dank.”


Memento Mori

Nur der Mensch stirbt.
Die Zelle stirbt nicht. Die Zelle teilt sich.
Auch die Pflanze stirbt nicht. Die Pflanz vergeht.
Auch das Tier stirbt nicht.

Das Tier verendet, krepiert, selbst wenn sein
Lebensende bereits in der Nähe des menschlichen
Sterbens gerät. Erst seine Art zu sterben zeichnet
den Menschen vor allen Geschöpfen aus. Es gehört
zu seinem Menschsein dazu.

Doch nicht nur das Ende, auch der Anfang - auf die
Welt zu kommen und von der Welt zu kommen -
machen das Menschsein des Menschen aus.

Seine Kultur ist wie durch die beiden Brennpunkte
einer Ellipse gekennzeichnet. Durch den Anfang und
das Ende des Lebens, durch die Geburt und den Tod.
Seine Kultur ist dabei immer Erinnerungskultur,
Bestattungskultur.

Wilhelm und Mechthild Pölling

Die Sanduhr

Die Sanduhr

sanduhr-sDie Sanduhr oder das Stundenglas gilt als das Symbol des Endes und Neuanfangs; auch als Sinnbild der unentrinnbar dahinfließenden Zeit und des Todes.

Memento Mori: Gedenke, dass Du sterben wirst.

Weil die Sanduhr nach dem Ablaufen des Sandes immer wieder umgedreht werden muss, um weiter zu gehen, ist dieses sehr alte Zeitmessgerät auch zum Symbol für das Ende und den Neuanfang von Kreisläufen und ihrer Wiederkehr oder geschichtlicher Epochen geworden. Die Sanduhr erinnert nicht nur an die schnelle Flucht der Zeit, sondern auch zugleich an den Staub, zu welchem wir einst verfallen werden.
Das Stundenglas steht auch für die wechselnden Einflüsse des Himmels auf die Erde, wie der Erde auf den Himmel.

In der griechischen Mythologie ist die Sanduhr ein Attribut des Gottes Kronos. In den Darstellungen des Totentanzes der Renaissancezeit symbolisieren die Sanduhr und die Sense die alles zerstörende Zeit und den menschlichen Tod.

Wer die Körner wollte zählen,
die dem Stundenglas entrinnen,
würde Zeit und Ziel verfehlen,
solchem Strome nachzusinnen.

Auch vergehen uns die Gedanken
wenn wir in dein Leben schauen,
freien Geist in Erdenschranken,
freies Handeln und Vertrauen.

So entrinnen jeder Stunde
fügsam glückliche Geschäfte.
Segen dir von Mund zu Munde!
Neuen Mut und frische Kräfte.

(Von Johann Wolfgang von Goethe dem preußischen Staatskanzler
Fürst Carl August von Hardenberg am 31. Mai 1820 zum 70. Geburtstag
gewidmet: Sämtl. Werke. 1.Abt.,Bd. 2., Frankfurt 1988, 582F.)

Der Schmetterling

Der Schmetterling

schmetterling-sWegen des Wunders seiner Wandlungsfähigkeit in der vergänglichen Schönheit gilt der Schmetterling  in vielen Kulturen als ein Symbol der Unsterblichkeit. Die wesentliche sinnbildliche Bedeutung des Schmetterlings beruht auf seiner zarten Schönheit und wunderbaren Metamorphose vom Ei über die Raupe und die in der Todesstarre verhaftete Puppe zum strahlenden bunten, dem Sonnenlicht zugewandten Schmetterling.

Das griechische Wort fürSchmetterling heißt Psyche  - Seele.

Seit dem Altertum ist der Schmetterling ein Symbol für die Seele, die durch den Tod nicht zu zerstören ist.

In der christlichen Symbolik ist der Schmetterling einerseits ein Auferstehungs- und Unsterblichkeits-Symbol. Andererseits ist der Schmetterling wegen seiner kurzen Lebensdauer und Schönheit ein Sinnbild der vergänglichen Freude und der leeren Eitelkeit und Nichtigkeit. Deswegen findet man ihn auf alten Grabsteinen dargestellt.

Schmetterling
aller Wesen gute Nacht!
Die Gewichte von Leben und Tod
senken sich in deinen Flügeln
auf die Rosen nieder
die mit dem heimwärts reifen Licht welkt.

Welch schönes Jenseits
ist in deinen Staub gemalt.
Welch Königszeichen
im Geheimnis der Luft.

(Nelly Sachs, Schmetterling: Ausgew. Gedichte, Frankfurt 1966, 18)

Das Alpha und Omega

Das Alpha & Omega

alpha omegaSeit der Antike gelten die beiden großen Anfangs-und Endbuchstaben des griechischen Alphabets.
Alpha & Omega als das sprichwörtliche Symbol vom Anfang und vom Ende des Kosmos.
Sie stehen für das Umfassende und Ganze der Welt überhaupt. Im christlichen Glauben wird das gesamte Leben, die Welt und Zeit, von Gott selbst umfangen. Das betrifft das religiöse Grundverständnis des Menschen, dass der Mensch seinen Anfang und sein Ende letztlich in Gott hat. Beim Propheten Jesaja Kapitel 44, Vers 8 ist zu lesen:  "Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, es gibt keinen Gott außer mir." In der Offenbarung Johannes in Kapitel 1, Vers 8 heißt es wörtlich: Ich bin das Alpha und das Omega,der Anfang und das Ende, spricht Gott der Herr, der da ist und war und der da kommt, der Allmächtige." In früheren Generationen wurden diese beiden Buchstaben gern als Schmückung von christlichen Gräbern verwendet, um auch anzudeuten, dass der Bestattete seinen Anfang und sein Ziel in Gott  gesehen hat.

Der du die Zeit in Händen hast,
Herr, nimm auch dieses Jahres Last
und wandle sie in Segen.
Nun von dir selbst in Jesus Christ
die Mitte fest gewesen ist,
Führ uns dem Ziel entgegen.'

Da alles, was der Mensch beginnt
vor seinen Augen noch zerrinnt,
sei du selbst der Vollender.
Die Jahre, die du uns geschenkt,
wenn deine Güte uns nicht lenkt,
veralten wie Gewänder.

Wer ist hier, der vor dir besteht?
Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht:
nur du allein wirst bleiben.
Nur Gottes Jahr währt für und für,
drum kehre jeden Tag zu dir,
wir im Winde treiben.
Der Mensch ahnt nicht von seiner Frist.
Du aber bleibest, der du bist,
in Jahren ohne Ende.
Wir fahren hin durch deinen Zorn,
und doch strömt deiner Gnade Born
in unsere leeren Hände.

Und diese Gabe, Herr, allein
lass Wert und Maß der Tage sein,
die wir in Schuld verbringen.
Nach ihnen sei die Zeit gezählt;
was wir versäumen, was wir verfehlt,
darf nicht mehr vor dich dringen.

Der du allein der Ewige heißt
und Anfang, Ziel und Mitte weißt
im Fluge unsrer Zeiten;
bleib du uns gnädig zugewandt
und führe uns an deiner Hand,
damit wir sicher schreiten.

(Jochen Klepper, EG 64, 1-6; GL 157, 1-6)

Der Fisch

Der Fisch

fisch-sZunächst steht der Fisch sinnbildlich für das Wasser als Lebenselement. In vielen Völkern ist er zugleich ein Symbol der Fruchtbarkeit wie des Todes. Der Fisch ist eines der ältesten Geheim-Symbole für Christus. Im zweiten nachchristlichen Jahrhundert wurden die
getauften Christen als Fischlein bezeichnet und auch so als die im Wasser der Taufe neu Geborenen angeredet. Später erhielt das griechische Wort für Fisch (ICHTHYS) als ein aus den Anfangsbuchstaben zusammengesetztes Wort der Gottesprädikate einen
ganz besonderen sinnbildlichen Charakter: (J)esous (Ch)ristos (Th)eou (H)yios (S)oter

Das heißt übersetzt:  Jesus Christus, Gottes Sohn,Heiland.

Als nun Jesus am Galiläischen Meer entlangging,
sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird,
und Andreas, seinen Bruder; die warfen ihre Netze
in Meer, denn sie waren Fischer. Und er sprach zu
ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschen-
fischern machen! Sogleich verließen sie ihre Netze
und folgten ihm nach.

(Matthäusevangelium, 4. Kapitel, Vers 18-20)

Das Blatt

Das Blatt

blatt-sDas Blatt ist ein Pflanzensymbol, das in der Ornamentik alter Kulturen bäuerlichen Ursprungs sehr verbreitet ist. Es kommt auch immer wieder auf Grabsteinen vor.
Im Christentum symbolisiert dieses Blatt die Dreifaltigkeit Gottes, den Glauben an Gott den Schöpfer, den Sohn und den Heiligen Geist.

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welken in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt schwer die Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an; es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(RAiner Maria Rilke, Herbst, Frankfurt 1966, 156)

Der Baum

Der Baum

baum-sDer Baum, der in der Erde wurzelt und dessen Zweige in en Himmel weisen, gilt als Sinnbild des Menschen als eines Wesens zweier Welten von unten und oben. In den Kulturen wurden bestimmte Bäume oder Haine als Wohnstätten elementarer Geister oder Götter angesehen: Unter einem Feigenbaum erlangte Gautama Buddha zur Erleuchtung. Im alten Ägypten reichte die Göttin Hathor aus einem Maulbeerfeigenbaum heraus den Verstorbenen stärkenden Trank und Nahrung.Die Bibel erzählt von dem Baum der Erkenntnis und vom Baum des Lebens. In der christlichen Tradition gilt de Bau als Symbol des gottgewollten Lebens. Seine Jahreszeiten weisen auf Leben, Tod und Auferstehung hin, seine Unfruchtbarkeit auf den Sünder.

Am Brunnen vor dem Tore,
da steht ein Lindenbaum;
ich träumt´ in seinem Schatten
so manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebe Wort;
es zog in Freud und Leide
zu ihm mich immer fort.
Ich musst´ auch heute wandern
vorbei in tiefer Nacht.
da hab´ ich noch im Dunkeln
die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
hier findest du deine Ruh!
Die kalten Winde bliesen
mir gerad ins Angesicht,
der Hut flog mir vom Kopfe,
ich wendete mich nicht.
Nun bin ich manche Stunde
entfernt von jenem Ort,
und immer hör ich´s rauschen:
Du fändest Ruhe dort!

(Wilhelm Müller, Der Lindenbaum: Der ewige Brunnen, München 1959, 238)

Das Wasser

Das Wasser

wasser-sDa Wasser ist ein sehr altes Symbol. Es eröffnet einen komplexen Deutungszusammenhang: In den orientalischen Schöpfungsmythen weist es auf den Anfang alles Seienden, auf den Ursprung des Lebens hin. Es trägt das Weltei. Am Anfang der Bibel wird von dem Geiste Gottes erzählt, der über den Wassern brütete.
Grundsätzlich wir dem Wasser in den Weltreligionen eine Reinigungs- und Erneuerungskraft zugeschrieben, beispielsweise durch rituelle Waschungen und Taufen.
Das Sinnbild des Wassers trägt bereits seit den Sintflutgeschichten in allen Kulturen ein zwiespältiges Wesen in sich. Es belebt und macht fruchtbar und es kann Versinken und Untergang bedeuten. Eine alte Legende bringt das Wasser mit dem Jenseits in Verbindung. Sie erzählt, dass die Sonne am Abend eines jeden Tages im Wasser des Weltmeeres versinkt, um während der Nacht das Totenreich zu erwärmen.

Des Menschen Seele
gleicht dem Wasser:
vom Himmel kommt es,
zum Himmel steigt es,
und wieder zur Erde muss es.
Ewig wechselnd.
Strömt von der hohen,
steilen Felswand.
Der reine Strahl,
dann sträubt er lieblich
in Wolkenwellen
zum glatten Fels,
und leicht empfangen
wallt er verschleiernd,
leisrauschend
zur Tiefen nieder.
Ragen Klippen
dem Sturz entgegen,
schäumt er unmutig
stufenweise
zu Abgrund.
Im flachen Bette
schleicht es das Wiesental hin,
und in dem glatten See
weiden ihr Antlitz
alle Gestirnten.
Wird in der Welle
lieblicher Buhler;
Wind mischt vom Grund aus
schäumender Wogen.
Seele des Menschen,
wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des  Menschen,
wie gleichst du dem Wind!

(Johann Wolfgang von Goethe, Gesang der  Geister über den Wassern: Werke I., München 1981, 143)

Die Brücke

Die Brücke

bruecke-sIn allen Kulturen gilt die Brücke als Verbindungsglied zwischen räumlich Getrennten. Sie ist ein weit verbreitetes Symbol der Verbindung und Vermittlung, des Übergangs zwischen Himmel und Erde, des Diesseits und Jenseits.
Die Brücke des Regenbogens wird als Weg angesehen, den die Seelen der Verstorbenen zu gehen haben. Die Brücke ist auch der Weg, den die Seelen der Verstorbenen nach dem Tode zu gehen haben.
Der amerikanische Schriftsteller Thornton Wilder schließt seinen 1927 geschriebenen Roman "Die Brücke von San Luis Rey" mit den Worten: "Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der  Toten, und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe - das einzige Bleibende, der einzige Sinn."



Zitterst du vor der Brücke,
Schreckt dich ihr düsteres Kleid?
Oder ahnst du die Lücke - ?
Stürzest ja dorch in ein Leid.
Wage jetzt deine Schritte,
klopft auch zum Sterben das Herz,
bald umfängt dich die Mitte,
ein Abgrund dunkel von Schmerz.
(Francisca Stoecklin, Brücke der Angst: Lyrik und Prosa, Bern u. a. 1994, 54)

Das Schiff

Das Schiff

schiff-sDas Schiff gilt seit der Antike als ein weit verbreitetes Symbol für die Reise und Überfahrt, des Lebens und der Lebensfahrt. Im alten Ägypten beförderte, oft anstelle eines Wagens, eine Barke am Tage die Sonne über den Himmel, bei Nacht die Toten in das Jenseits.
Die Bibel erzählt von der Sintflut, in der die Arche Noahs die Schöpfung Gottes bewahrt. Auch die Kirche wird als Schiff symbolisiert.

Ein Segelschiff fährt hinaus und ich stehe und seh´
ihm nach, bis es mit dem Horizont verschmilzt.
Jemand neben mir sagt: "Jetzt ist es weg."
Weg wohin? Weg von mir, das stimmt schon.
Das Schiff ist für mich dennoch so groß, wie es war,
als ich es das letzte Mal sah. Die verminderte Größe
und das "Aus den Augen verloren haben" - das ist
etwas, was bei mir im Gange ist, nicht bei dem
Segelschiff. Und unmittelbar zu dem Zeitpunkt, das
jemand neben mir sagt "es ist weg", gibt es doch
andere, die es sehen, wie es über den Horizont
kommt, und andere Stimmen sind da mit dem
fröhlichen Ausruf "Da kommt´s"! So ist das mit dem
Sterben.
Ein Horizont - und nur unsere Sichtbegrenzung.
Unser Gott, mach´ uns so, dass wir einen erweiterten
Ausblick haben können.

(Charles Henry Brent: Klaus Dirschauer, Worte zur Trauer, München 2005, 79f)

Das Kruzifix

Das Kruzifix

kruzifix-sIn vielen Kulturen ist das Kreuz selbst eines der am
weitesten verbreiteten und ältesten Symbole.
Es ist ein Sinnbild der Einheit von Extremen - des
Himmels und der Erde.
Das Kreuz weist mit seinen vier Enden auf die vier
Himmelsrichtungen, Hauptwinde, Jahreszeiten und
Elemente hin.
In der christlichen Tradition ist an die
vier paradiesströme und Evangelisten zu denken.
Unter den vielen Kreuzformen sind das
gleichschenklige oder griechische Kreuz und das
lateinische oder Passionskreuz, bei dem der
senkrechte Balken unterhalb des Querbalkens
immer länger als die übrigen Kreuzarme ist, die
bekanntesten.
Das Kreuz ist das heiligst Zeichen der Erlösung, mit
dem die Kirche alles beginnt, segnet und konsekriert.
Die frühste Vorstellung des Kruzifixes, der
plastischen Darstellung des Gekreuzigten findet sich
bereits im 6. Jahrhundert in Syrien.
Dieses Kruzifix in Memento Mori ist die Arbeit eines
unbekannten Künstlers.
Dieser Gegenstand der Frömmigkeit ist ein Symbol
des Leidens und des Todes Jesu Christi, es Mensch
gewordenen Gottessohnes.

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
Mein Gott, des Tages rufe ich, doch du antwortest
nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.
Aber du bist heilig, du thronst über den
Lobesgesängen Israels. Unsere Väter hofften auf dich;
und da sie hofften, halfst du ihnen heraus.
Zu dir schien sie und wurden errettet,
sie hofften auf dich, wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch,
ein Spott der Leute und verachtet vom Volke.
Alle, die mich sehen, verspotten mich,
sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:
">Er klage es dem Herren, der helfe ihm heraus und
rette ihn, hat er Gefallen an ihm."
Du hast mich aus meiner Mutter Leib gezogen;
Du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner
Mutter. Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an,
du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.
Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe;
denn es ist hier kein Helfer.

(Psalm 22, 2-12)

Zentrale Gelsenkirchen-Schalke

2016.06Grillostraße 41
45881  Gelsenkirchen-Schalke
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
0209 980980
0209 9809899
Anfahrt 

Zweigniederl. Gelsenkirchen-Altstadt

2016.06. Münstermann Schaufenster Kirchstr xsKirchstraße 33
45879  Gelsenkirchen-Altstadt
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
0209 1470470
0209 1470488
Anfahrt 

Abschiedshaus „Memento Mori“

nl-gelsenkirchen-abschiedshaus xsBreslauer Straße 27
45888  Gelsenkirchen-Schalke
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Anfahrt