Erbrecht

Im Folgenden erhalten Sie eine kurze Einführung in wichtige Gesichtspunkte des Erbrechts (Stand: März 2010). Das Erbrecht unterliegt dem bürgerlichen Recht, eine Änderung der entsprechenden Regelungen ist daher jederzeit möglich.

Seit dem 1. Januar 2010 gilt, dass Schenkungen nicht voll zum Erbe gehören, wenn sie in den letzten zehn Jahren vor dem Ableben einer Person vorgenommen wurden. Das Haus etwa, das die Eltern ihrem Kind geschenkt haben, zählt – entsprechend dem „Abschmelzmodell“ – nur im Jahr vor deren Tod voll zum Erbe. Wurde das Geschenk zwei Jahre vor dem Tod gemacht, fließt es nur noch zu 90 Prozent ins Erbe ein, Schenkungen im dritten Jahr nur zu 80 Prozent und so weiter. Im elften Jahr gehört ein Geschenk überhaupt nicht mehr zum Erbe.

Bei der Vermögensübertragung gilt, dass Sie diese juristisch unbedingt als Geschenk einstufen lassen müssen, damit die Zehnjahresfrist beginnen kann. Ein Nießbrauchsrecht des Schenkers – dieser kann z. B. weiter im verschenkten Haus wohnen oder Miete verlangen – sorgt allerdings dafür, dass die Immobilie auch nach Ablauf der Frist zum Nachlass gehört. Die Zehnjahresfrist gilt generell nicht, wenn eine Übertragung etwa eines Hauses durch den eigenen Ehegatten vorliegt.

Beachten Sie, dass ein Geschenk, z. B. an das eigene Kind, das von dessen späterem Erbanspruch abgegrenzt werden soll, einer konkreten Festlegung bei der Schenkung bedarf.

 
Seit dem 1. Januar 2009 gilt das Gesetz zur Erbschaftssteuer, in dem festgelegt ist, dass Geschwister, Neffen und Nichten im Erbfall deutlich mehr Steuern zahlen müssen als Ehepartner und Kinder. Während Ehe- und Lebenspartner bis zu 500.000 Euro steuerfrei erben können, gilt für Kinder ein Freibetrag von 400.000 Euro. Es gilt: Schenkungen können Steuerzahlungen vermeiden helfen, der Freibetrag ist hier grundsätzlich genauso hoch wie beim Erbe.

Die gesetzliche Erbfolge

Fehlt ein rechtsgültiges Testament, wird die Verteilung des Vermögens eines Verstorbenen durch die gesetzliche Erbfolge bestimmt:

  • Erben erster Ordnung: Kinder, Enkel, Urenkel etc.
  • Erben zweiter Ordnung: Vater, Mutter, Schwester, Bruder, Neffe, Nichte, Großneffe etc.
  • Erben dritter Ordnung: Großvater, Großmutter, Onkel, Tante, Cousine etc.
  • Erben vierter Ordnung: Urgroßvater, Urgroßmutter, Großonkel etc.

Existieren Testament oder Erbvertrag, wird durch die gesetzliche Erbfolge lediglich der Pflichtanteil geregelt, der die Hälfte des gesetzlichen Erbteils umfasst und Angehörigen oder Lebenspartnern zusteht.


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